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Wirtschaftsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland

 

Die iranisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen bestehen seit mehr als 100 Jahren. Deutschland hat in den vergangenen 50 Jahren stets zu den größten Handelspartnern Irans gehört. Viele iranische Unternehmen, darunter pharmazeutische und Nahrungsmittel produzierende Unternehmen, im Öl- und Gasbereich tätige Unternehmen, Kraftwerke und Wasserwerke wurden mit deutscher Hilfe gebaut. Die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern erfuhren in den letzten Jahren wegen der Wirtschaftssanktionen einen Rückgang, doch es besteht die Hoffnung, dass mit der Aufhebung der Sanktionen und der Normalisierung der Bank- und Versicherungsgeschäfte die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern wieder einen Aufschwung erleben und zahlreiche iranische Wirtschaftsprojekte mit Hilfe deutscher Unternehmen realisiert werden.

Iranische Exportgüter nach Deutschland sind u.a. landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel wie Safran, Kaviar, Trockenfrüchte und Frischobst, pflanzliche Medikamente, Mineralien, Mineralbrennstoffe wie Steinkohle, Textilien (Teppiche), Kunststoffe, Stahl, Eisen und chemische Produkte. Zu den wichtigsten von Deutschland nach Iran exportierten Gütern gehören Maschinen, elektronische Produkte, Medikamente und medizinische Ausrüstung, Fahrzeuge, Kunststoffe sowie Stahl- und Eisenwaren. Die folgende Tabelle zeigt die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern in den vergangenen Jahren.

 

Das iranisch-deutsche Handelsvolumen in den Jahren 2007-2015 )Millionen Euro)

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

Iranische Exporte nach Deutschland

283

593

 540

918

769

369

273

295

315

Iranische Importe aus Deutschland

3600

3922

3714

3790

3088

2500

1850

2400

2086

Handelsvolumen

4183

4515

4252

4708

3857

2864

2123

2695

2401

 

Der Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) und seine Umsetzung bietet deutschen Unternehmen eine günstige Gelegenheit, ihre Beziehungen mit iranischen Firmen zu normalisieren. Die iranische und die deutsche Wirtschaft stehen in einer komplementären Relation und die iranischen Energiequellen Erdöl und Erdgas sowie mineralische und industrielle Grundstoffe können einen Teil  des deutschen Bedarfs an Grundstoffen und Energie decken. Da Iran die größten Gasreserven (18%) und die viertgrößten Ölreserven der Welt hat, kann es in Zukunft einer der Versorger Deutschlands mit Hydrocarbon-Energiequellen sein. Deutschland kann durch Investition und durch Beteiligung an der Entwicklung des iranischen Öl- und Gassektors einen Teil seines Bedarfs  an Energiequellen decken. Iranische Gasexporte in Form von LNG oder durch Pipelines nach Europa sind möglich. Auf der anderen Seite gibt es viele Möglichkeiten für deutsche Firmen für eine Zusammenarbeit mit Iran bei Investitionen, beim Technologietransfer, in den Bereichen Technik, Bildung und Dienstleistungen in diversen Bereichen der Wirtschaft.

Einer der wichtigsten Schritte zur Beseitigung von Hindernissen und Ankurbelung der Wirtschaftsaktivitäten zwischen den beiden Ländern ist die gemeinsame Wirtschaftskommission, die nach einer 14-jährigen Pause wieder auf die Tagesordnung der iranisch-deutschen Beziehungen gesetzt wurde. Zu diesem Zweck fand vom 01. bis 04. Mai  2016 die 5. Sitzung der gemeinsamen iranisch-deutschen Wirtschaftskommision statt. Im Memorandum der 5. Sitzung wurden eine Roadmap und eine Strategie für langfristige iranisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen definiert, und es wird prognostiziert, dass die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern innerhalb der nächsten 2-3 Jahre 6 Milliarden Euro (das Handelsvolumen im Jahre 2006) erreichen.

Nach der Einschätzung von Wirtschaftsexperten beider Länder bestehen potenzielle Möglichkeiten für eine Steigerung des iranisch-deutschen Handelsvolumens bis auf 10 Milliarden Euro. Die Erreichung dieses Ziels hängt in erster Linie davon ab, wie deutsche Unternehmen sich eine Zusammenarbeit mit Iran langfristig vorstellen.

Denn sie sollten Iran nicht nur als Exportziel betrachten. Angesichts der Möglichkeit, leichten Zugang zu einem Markt von 400 Millionen Menschen in den Ländern der Region zu haben, können deutsche Unternehmen unter Ausnutzung der Vorteile Irans (junge, gut ausgebildete Fachkräfte, große Erdöl-, Erdgas- und Mineralreserven, preiswerte Energie, niedrige Arbeitslöhne, die große Weite des Landes und das Gesetz zur Unterstützung ausländischer Investitionen) ihre Güter unter eigener Aufsicht und Verwaltung produzieren, auf dem iranischen Markt zum Verkauf anbieten und auch in andere Länder der Region exportieren. Im Allgemeinen gibt es viele Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in den Bereichen Energie (Öl und Gas), Kraftwerke, erneuerbare Energien, Industrie, Landwirtschaft, Transport, Infrastrukturen, Wasser- und Abwassermanagement, Bausektor, etc.

Hochrangige Verantwortliche beider Länder sind, was die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen zur gegenseitigen Zusammenarbeit betrifft, einer Meinung. Auch die iranischen Partner begrüßen eine Zusammenarbeit mit deutschen mittelständischen und Familienunternehmen, die viel Erfahrung und hochentwickelte Technologie besitzen.  

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